Über uns | Über Falun Gong | Kontakt | Übersicht | Impressum | Englisch | Chinesisch |

Offener Brief an Journalisten der internationalen Medien in China

Liste von 51 Arbeitslagern, ein Aufruf zu Besuch und Recherche

 
Die Olympischen Spiele in Beijing gehen in ihre letzte Phase, rund 25.000 Journalisten aus der ganzen Welt sind vor Ort. Durch viele ihrer Berichte wurde das wahre Gesicht des chinesischen Regimes erkennbar – eines Regimes, das der Welt mit Lug und Trug ein glanzvolles Bild vorzutäuschen versucht, ein Regime, das weiterhin seine eigenen Leute foltert und alle Vorwürfe leugnet.

Das Unvorstellbare findet in China statt: In den olympischen Sportstätten feiern Hunderttausende ihre Idole, wenige Kilometer davon entfernt werden Menschen aus Glaubensgründen gefangen gehalten und sind schwerer Folter ausgesetzt.

Das Unvorstellbare findet statt


Zu Beginn der Spiele hat die CIPFG (Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China) ausländischen Journalisten einen Wegweiser an die Hand gegeben: „Folter außerhalb des Olympischen Dorfes: Ein Leitfaden für die Arbeitslager in China.“ (http://www.cipfg.org/ ) Darin wurden sieben Arbeitslager in der Nähe der Olympischen Sportstätten aufgeführt. In diesen Lagern werden auch Tausende von Falun Gong-Praktizierenden gefangen gehalten, manche von ihnen bezeichnet Amnesty International als „Gewissensgefangene“. Dieser Leitfaden war kaum veröffentlicht, schon transportierte das kommunistische Regime viele der genannten Praktizierenden heimlich ab in Arbeitslager in anderen Provinzen.

Die spirituelle Schule Falun Gong und deren Anhänger haben bereits neun Jahre lang unter der Verfolgung durch die kommunistische Diktatur unvorstellbar gelitten. Dokumente und Berichte über entwürdigende Folter, Vergewaltigung und systematischen Organraub an Falun Gong-Praktizierenden sind inzwischen Legion. Der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak, forderte wiederholt von der chinesischen Regierung eine vollständige Aufklärung dieser Verbrechen. Chinas Machthaber dementieren sie kategorisch mit dem Argument: „Wo Folter verboten ist, kann es keine Folter geben.“ Es gibt weiterhin keine offizielle Antwort auf die Frage, wieso in China Transplantationswünsche innerhalb von nur 1-3 Wochen befriedigt werden, wieso die Herkunft von 41.000 seit 2001 verpflanzten Organen im Dunkeln bleibt? (siehe www.organharvestinvestigation.net )

Warum verweigert das kommunistische Regime weiterhin unabhängige Untersuchungen dieser Vorwürfe, wenn sie meint, dass sie zu Unrecht bestehen? Warum verhindert das kommunistische Regime mit allen Mitteln, dass Journalisten die Falun Gong untergeschobenen sogenannten „Verbrechen“ zu untersuchen, wenn auch nur an einer der Verleumdungen des KP-Regimes etwas Wahres wäre?

Nutzen Sie Ihre Chance


Die CIPFG hofft, dass die westlichen Medienvertreter vor Ort ihre Chance zur Recherche nutzen, damit die Spiele in China nicht als einer der dunkelsten Abschnitte in die Geschichte der Olympischen Spiele eingehen.
 
Im Anhang befinden sich Namen und Adressen von 51 der rund 300 bekannten Arbeitslager in China, Lager, die den Konzentrationslagern zur Zeit des Nationalsozialismus ähnlich sind. Gegen Recht und Gesetz werden in diesem Netzwerk chinesischer Arbeitslager Zehntausende von Falun Gong-Praktizierenden gequält, unter ihnen befinden sich auch die Opfer der Massenverhaftungen (etwa 10.000 wurden bisher bekannt), die bereits Monate vor den Spielen im Namen der Sicherheit angeordnet wurden.

Die CIPFG ruft die Vertreter der internationalen Medien auf, die Arbeitslager zu besuchen und die Notlage der Falun Gong-Praktizierenden zu recherchieren. Lassen Sie sich nicht blenden durch angenehm und ästhetisch erscheinende Räumlichkeiten, wenn Sie durch ein zur Besichtigung „freigegebenes“ Arbeitslager geführt werden. Glauben Sie nichts, wenn gut genährt aussehende Insassen sagen, sie seien dankbar für die Gelegenheit, hier „wiedergeboren“ zu werden. Suchen Sie den Blick hinter die Kulissen! Erinnern Sie sich bitte daran, wie man in China versucht, die Welt beifallheischend hinters Licht zu führen, zuletzt bei der Eröffnungsfeier mit vorgetäuschtem Feuerwerk über Beijing, einer kindlichen Sängerin mit der Stimme einer anderen, mit Kindern ethnischer Minderheiten, die in Wirklichkeit alle Han-Chinesen waren.

Trotzdem, machen Sie sich die Mühe, einen eigenen Eindruck in den Arbeitslagern zu gewinnen. Ihr Gespür für wahr oder falsch wird Sie die Wahrheit erkennen lassen.


Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China

23. August 2008

Liste von 51 Arbeitslagern (Download)