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Großbritannien: Menschenrechtsfackel erreicht London
Am Nachmittag des 25. Oktober 2007 erreichte der Globale Fackellauf für Menschenrechte London. Der Vizepräsident des EU-Parlaments Edward McMillan-Scott gab eine Pressekonferenz im „Foreign Press Club“ und hielt zusammen mit anderen Politikerinnen und Politikern sowie Vertretern verschiedener Menschenrechtsorganisationen eine Rede auf dem Trafalgar Square. London ist die letzte Station des Weltweiten Fackellaufs für Menschenrechte in Europa bevor es weiter nach Australien geht.
Gestartet wurde der Fackellauf von der CIPFG (Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong) mit der Botschaft, „dass die Olympischen Spiele und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in China nicht nebeneinander stattfinden können.“ Die Fackel wurde am 9. August in Athen, der Geburtstätte der Olympischen Spiele, entzündet und seitdem an 30 Städte in 17 Europäischen Ländern weitergegeben. London, das bereits zweimal Gastgeber der Olympischen Spiele war (1908 und 1948) wird im Sommer 2012 wieder Gastgeber der Olympischen Spiele sein. Gleichzeitig befinden sich dort auch viele Hauptstellen vieler Internationale Menschenrechtsorganisationen, wie Amnesty International und FreeTibet. Zudem hat der Fackellauf für Menschenrechte eine besondere Bedeutung für das internationale Finanzzentrum.
Der ehemalige britische Olympiateilnehmer und Generalsekretär des britischen Olympischen Komitees John Bicourt, und der ehemalige Olympiateilnehmer bei den Schwimmern, Gehfari Dulapandan, ergriffen ebenso das Wort. Der stellvertretende Vorsitzende der „London Assembly“ Brian Coleman, und Lord Hylton waren auch an der Pressekonferenz anwesend.
Unterstützung der Bürger
Um 16.00 Uhr wurde die Veranstaltung am nördlichen Teil des Trafalgar Square eröffnet. Hunderte von Unterstützern aus ganz Großbritannien nahmen an der Feier und an dem Lauf teil. Sie hielten Banner mit der Aufschrift „Ohne Menschenrechte keine Olympischen Spiele!“ und „Unterstützt die Chinesen Olympische Spiele ohne die Kommunistische Partei zu haben!". Vertreter und Mitglieder der Demokratischen Front in China, Free Tibet, die Aktion Burma und andere Menschenrechtsorganisationen waren bei der Veranstaltung dabei.
Vor Beginn des Fackellaufs fand eine musikalisches Programm statt, darunter der bekannte Flötist William Bennett, der Dramatiker Tinch Minter und die Band „Lion-Hearted".
Darüber hinaus zog Feier die Aufmerksamkeit vieler Passanten an. Als sie erfuhren, dass die Veranstaltung für die Menschenrechte in China war, unterschrieben sie auf der ausliegenden Petitionsliste. Einige Leute kauften sich T-Shirts und Caps mit dem Logo des Menschenrechtsfackellaufs. Einige Londoner sagten, dass sie als Gastgeber der Olympischen Spiele 2012 wirklich wünschen, dass die Chinesen dasselbe demokratische, freie Leben führen können wie sie selbst und zudem hoffen sie, dass ihre Unterstützung die Chinesen dazu ermutigen kann sich für die Menschenrechte einzusetzen.
Politiker halten Reden
Nach der Pressekonferenz kamen die Politiker zur Feier und hielten Reden zur Unterstützung des Weltweiten Fackellaufs für Menschenrechte.
Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Edward McMillan-Scott, sagte: „Es ist nicht richtig, dass sie mit den Menschenrechtsverletzungen beliebig weitermachen können und die Olympischen Spiele dort stattfinden sollen, als ob nichts wäre. Wir, die Mitglieder des Europäischen Parlaments und Mitglieder des britischen Parlaments kämpfen dagegen und sagen, dass Veränderungen in China noch vor Beginn der Olympischen Spiele nächstes Jahr geschehen müssen.“

Der stellvertretende Vorsitzender der „London Assembly“ Brian Coleman, sagte: „Hier auf den Straßen von London protestieren wir und rufen die Londoner auf die Pekinger Olympiade nächstes Jahr zu boykottieren. Es ist nicht akzeptabel, dass die Olympischen Spiele in einer Stadt abgehalten werden, die ihre eigenen Mitbürger in Arbeitslager deportiert, Organraub zulässt und religiöse Freiheit verbietet. Wenn die Olympischen Spiele 2012 nach London kommen, werden wir den Chinesen zeigen, was es heißt offene und tolerante Spiele zu veranstalten. Ich rufe den Bürgermeister von London auf nächstes Jahr nicht nach Peking zu gehen. Ich rufe alle Politikerinnen und Politiker auf, die nächstes Jahr zu der kostspieligen Reise nach Peking eingeladen wurden, ihre Tickets an die chinesische Botschaft zurückzuschicken mit der Anmerkung, dass sie erst nach China gehen werden, wenn es zu einer offenen, demokratischen und freien Gesellschaft wird.“
Lord Hylton sagte: „Das Volk muss sich für die religiöse Freiheit in China aussprechen, darunter sind Moslems, Buddhisten, Christen und Falun Gong-Praktizierende; die Briten dürfen dies in ihrem Land genießen, warum sollten die Chinesen es nicht auch tun?“
“Was auf die Chinesen wartet ist der Sieg“
Der ehemalige olympische Schwimmer ,Ghefari Dulapandan, hielt im Namen der britischen Sportlerinnen und Sportler eine Rede. Er ermutigte die Chinesen und zitierte Mahatma Ghandi: „Erstens werden sie dich ignorieren. Zweitens werden sie dich auslachen. Und Drittens werden sie dich bekämpfen und schließlich wirst du gewinnen.“ Er sagte, dass die Chinesen in der dritten Phase sind und ihr nächster Schritt der Sieg wäre.
Ein anderer britischer Sportler John Bicourt, sagte: „Der Sinn der Olympischen Spiele ist es den Freundschaftsgeist, die Kooperation und das Ideal des Sportgeistes und die Würde der Menschheit zu bewahren. Was in China geschieht ist völlig unvereinbar mit den Olympischen Prinzipien. Was dort passiert ist eine Missachtung der Olympischen Charta.“
Vertreter der britischen Demokratischen Front für China, die Aktion Burma und Free Tibet hielten ebenfalls Reden, um das chinesische Volk beim Einsatz für die Menschenrechte zu unterstützen.
Die Fackel entzünden
Nach den Reden brachte ein weiß gekleidetes Mädchen die Menschenrechtsfackel zu der Kundgebung. Die Politiker entzündeten die Fackel in den Händen von vier Personen, die in traditionellen Kostümen gekleidet waren. Sie repräsentierten die vier Teile Großbritanniens: England, Schottland, Wales und Nordirland und symbolisierten mit der Fackel in den Händen, dass diese an alle Teile Großbritanniens weitergereicht wurde.

Dann ließen drei Mädchen in weißer Kleidung die weißen Ballons fliegen und der Europäische Chor „Für Dich gekommen“ sang die Hymne des Weltweiten Fackellaufs für Menschenrechte, der Höhepunkt der Veranstaltung.
Im Anschluss an die Feier startete der Fackellauf. Er zog unter der Führung der Polizei, durch die Hauptstraßen in der Innenstadt von London, St. Martin Platz, Leicester Platz, die Charing Kreuzung und die Oxford Straße bis zur chinesischen Botschaft. Dort wurde eine Mahnwache mit Kerzen abgehalten.

Lin Yi 29.07.2008 Am 9. August 2007 am Ursprungsort der Olympischen Spiele in Athen in Griechenland entzündet, wurde die Fackel für Menschenrechte im Laufe eines Jahres durch 168 Städte...
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